AktivKreativ#4:Neblig-verregnete Zeichensession
Der Plan
Der Tag des offenen Denkmals fiel dieses Jahr genau auf den Wiesbadener Wandertag – und mittendrin, oben auf dem Schläferskopf, wartete der Kaiser-Wilhelm-Turm darauf, bestaunt und betreten zu werden.
So war der Plan naheliegend: die 11 km lange Strecke des Wiesbadener Kneip-Vereins zu wandern, unterwegs den Turm zu besichtigen und anschließend eine Zeichensession einzubauen.

| Locations: |
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|---|---|
| Datum/Zeit/Dauer: | September 2026 |
| Lauf- und Zeichenzeit: | Die Wanderstrecke war 11km lang. Zusätzlich kam die Skizzen und Exkursionszeit dazu. Insgesamt waren wir knapp neun Stunden unterwegs! |
| Material: | Aquarellpapier, Fineliner, farbige Kugelschreiber. |
Nur wollte auch diesmal das Wetter nicht so ganz mitspielen. Auf dem Hinweg trocken und angenehm temperiert, doch genau als meine Mitzeichnerin und ich oben am Schläferskopf ankamen, zogen sich die Wolken zusammen. Aus dem geplanten Zeichnen wurde eine 10-Minuten-Scribblesession inklusive Regentropfen. Die Natur hat quasi mitgezeichnet. 🌧️
Der Turm
Der Rundturm an sich war beeindruckend: 1903 als Nachfolger eines abgebrannten Holzturms erbaut, 30 m hoch, aus Stein – wie ein verwunschener Rapunzel-Turm – architektonisch tatsächlich angelehnt an einen mittelalterlichen Bergfried. Das bauliche Highlight war die Treppe als Doppelhelix, zwei gegenläufige Spiralen für getrennten Auf- und Abstieg, man kommt sich unterwegs also nie in die Quere (theoretisch).
Wichtig zu wissen:
Betreten kann man den Turm leider nur an diesem einen Tag im Jahr – die Gaststätte darin ist inzwischen ganz geschlossen. Wer aber ohnehin an ihm vorbeiwandert, kann ihn gut bewundern: Er fügt sich, so mitten im Wald, erstaunlich schön in die Natur ein.
Das neue Schützenhaus
Anderthalb Stunden brauchten wir für die Strecke bis zum Turm. Ähnlich lange brauchten wir für den Abstieg. Als wir gegen Mittag wieder am Start- und Endpunkt ankamen, hatte sich der Regen endgültig festgesetzt – und der ursprüngliche Plan, weiter zum nächsten „offenen“ Denkmal zu ziehen, war damit erledigt.
Auf Empfehlung der Wandertag-Organisatoren sind wir stattdessen gleich ins „Neue Schützenhaus“ eingekehrt. Und das war ein guter Tipp: vor Regen geschützt, gesättigt und dabei auch noch entspannt gezeichnet – das Restaurantgebäude selbst gab ein schönes Motiv her.
Solche spontane Entscheidungen beim Wander-zeichnen müssen wohl immer mitgeplant werden. 🙂
Station #3 – Fasanerie
Nach dem Essen und intensivem Zeichnen war’s schon Nachmittag, aber die Fasanerie lag um die Ecke – also noch kurz vorbei, mit dem Gedanken, ein paar Tierskizzen zu machen.
Leider waren auch hier die Regentropfen kontraproduktiv – die Tiere und Vögel haben sich zurückgezogen. Aber ein paar Motive hatte ich doch noch festgehalten.
Meine letzte Skizze galt dem Bären, der sich tatsächlich zeigte und auf mich irgendwie traurig wirkte. Irgendwann reichte es ihm mit dem Posieren, und er trottete davon.
Neun Stunden aktiv unterwegs – wandern, zeichnen, essen, reden. Mehr sollte es an einem Tag auch nicht sein. 😊










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