Wandern & Zeichnen im Rheingau

Meine Aktiv-Kreativ-Session #2

Der Rheingau stand schon lange auf meiner Wunschliste. Speziell die Kombi aus einem ausgedehnten Spaziergang oder einem Ausflug und Zeichnen, die ich hier nun zum zweiten Mal ausprobiert habe. Es hat sich ganz spontan das perfekte Zeitfenster ergeben, und ich machte mich – etwas unvorbereitet, wie ich später feststellte – auf nach Rüdesheim.

Ort Abtei St. Hildegard in Rheingau
Datum/Zeit Juli 2026
Lauf- und Zeichenzeit Es sind 6 km von Rüdesheim bis zur Abtei. D.h. je nach Fitness kann der Weg bis zu 1 h dauern.
Zeichenzeit: 30 Minuten 🙂
Material Aquarellpapier, Aquarellfarben, Fineliner

Der Plan war so genial wie einfach, dachte ich: einen kurzen Abstecher durch die Weinberge zu nehmen und die Abtei St. Hildegard samt Umgebung zu skizzieren.

Und dann kam Realität 🙂

Was in meinem Kopf nach einer entspannten Spazier- und Zeichenrunde aussah, entpuppte sich unterwegs als deutlich fordernder: Der Weg war länger und – im wahrsten Sinne des Wortes – steiniger als gedacht: vor allem mit meinen absolut unpassenden aber so geliebten Crocs-Schläppchen, die am Ende den Geist aufgegeben haben. Die Abendsonne war weiterhin erstaunlich kräftig, und ich hatte weder an ausreichend Sonnenschutz noch an genügend Flüssigkeit (brauchte sowohl für mich als auch für mein Aquarell und musste am Ende gerecht aufteilen) gedacht. Und ja, schon wieder habe ich mein mobiles Stühlchen vergessen und habe mich auf der Wiese zusammen mit interessierten Ameisen und anderen Insekten platziert 🙂 🙂 Das Ergebnis: Ich brauchte für mein Projekt um einiges länger als geplant, war etwas ermüdet und leicht angeröstet, als ich mein Zeichenmotiv erst erreichte und dann auch fertig gezeichnet hatte.

Es war’s wert!

Der Blick sowohl auf den Rhein als auch auf die Abtei war dennoch wunderbar. Das Motiv wollte gezeichnet werden, also habe ich mich dran gemacht und immer wieder das Rheingau-Panorama von oben genossen.

Und dann stand dennoch der Rückweg an…
Aber ja, irgendwann musste der ganze Weg auch wieder zurückgelegt werden und das mit kaputten Schuhen. 🙂

Was ich mitnehme:
Dieses zweite Experiment hat mir wieder gezeigt, wie sehr Wandern und Zeichnen von der richtigen Vorbereitung leben – passendes Schuhwerk, guten Sonnenschutz, genug Flüssigkeit (für mich und meine Aquarellfarben) und dann doch ein realistischer Blick auf die Strecke. Aber an dieser Kombi halte ich aber nach wie vor: Es scheint eine sehr coole Art zu sein, einen Ort wirklich kennenzulernen, diesen sich erwandernd zu erschließen und ihn in meinem Skizzenbuch festzuhalten.